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Meine Pilea Peperomioides

Pilea Peperomioides – Ufoplanze

Habt ihr euch auch auf den ersten Blick in diese lustige Pflanze mit den tellerartigen Blättern verguckt?

Eine heiß begehrte Trendpflanze?

Die Pancake-Pflanze (diesen Namen lieben meine Kinder von allen am meisten) hat unglaublich viele Namen und erfreut sich immer noch großer Beliebtheit.

Ihren Siegeszug begann sie vor Jahren als dekorativer Hingucker in skandinavischen Interiourblogs. Für eine Weile war sie heiß begehrt und dadurch sehr schwer zu finden. Die hohe Nachfrage sorgte für übertrieben hohe Preise. Teilweise ist dies bis sogar bis heute so, je nachdem, wo auf der Welt man lebt.

Pilea Pflanzen für alle!

Dabei lässt sie sich so leicht vermehren, dass sie im englischen Sprachraum sogar den Spitznamen Freundschaftspflanze (friendship plant) bekommen hat. Über Ableger lassen sich schnell viele Pflanzen nachzüchten und weiterverschenken.

In diesem Artikel erzähle ich euch im Pflanzenporträt ausführlich alles über mein Exemplar, meine Erfahrungen mit dieser ulkigen Pflanze, etwas mehr über ihre Herkunft und Geschichte. Ich gebe euch Tipps zur Pflege und zum Handling von Problemen!


Meine Pilea Peperomioides im Pflanzenporträt

Wissenschaftlicher Name und Handelsnamen

Pilea Peperomioides
Gattung Kanonierblume (Pilea), Familie Brennnesselgewächse (Urticaceae)
Weitere Namen und Spitznamen:
Pilea, Ufopflanze, Freundschaftspflanze, Pfannkuchenpflanze, Kanonierpflanze, chinesischer Geldbaum (Chinese money plant), chinesischer Glückstaler, pancakeplant, lefse plant, Missionarspflanze (missionary plant).

Besonderheiten und Merkmale:
Diese Pflanze zeichnet sich optisch durch ihre hübschen dekorativen, runden, tellerartigen Blätter aus. Diese können so groß wie ein Handteller werden, Besonders beliebt ist bei ihren Besitzern die einfache Art der Vermehrung, sie bildet viele kleine Ableger aus, die als fertige kleine Pflanzen von der Mutterpflanze abgetrennt und eingepflanzt werden können. Diese Pflanze kann bis zu 50 cm hoch und breit werden.

Tellerförmiges Blatt der Pilea Peperomioides

Geschichte und Herkunft

Vor 1984 soll diese Pflanze recht unbekannt gewesen sein, erst dann tauchte ein Foto von ihr in einer englischen Zeitschrift auf.
Angeblich wurde sie 1944 von einem Missionar von China nach Norwegen importiert. Dieser soll sie mit Ablegern weitergezüchtet und an sein Umfeld verschenkt haben. Sie stammt ursprünglich aus Südostasien. Sie wächst im Südwesten von China, Provinz Yunnan, Im Gebirge Cangshang in den Wäldern, weit oben auf bis zu 3000 Metern an schattigen und feuchten Plätzen. Laut einer chinesischen Tradition (ob das stimmt?) soll sie für Reichtum sorgen.

Allgemeine Bedürfnisse und Eigenschaften

Lichtbedürfnisse

Helles indirektes Licht bis halbschattig. Im Halbschatten wachsen die Blätter größer. Meine Pflanze bekommt ein paar Stunden Morgensonne, die sie zu genießen scheint. Zu starke Sonne verursacht Sonnenbrand!

Vermehrung

Über kleine Ableger, die mit der Zeit direkt aus dem Stamm oder aus Wurzeln der Mutterpflanze wachsen. Hier findet ihr dazu eine bebilderte Anleitung in einem meiner Blogartikel:

https://pflanzenmama.de/2020/06/08/pilea-peperomioides-wasservermehrung/

Gießen

Staunässe vermeiden, Topf mit Abflussloch verwenden. Regelmäßig gießen und schön feucht halten, aber oben die Erde antrocknen lassen.

Erde und Substrat

Ich hab meine Pilea in ein gut durchwässernde Erde gesetzt, durchsetzt mit viel Perlite, kleinen Tonkügelchen, einer Drainage aus kleinen Tonkugeln und in die Erde habe ich zusätzlich Sand gemischt, da dies meiner Meinung nach zu einer Umgebung in einem feuchten Biotop gut passt. Dazu habe ich Erde für Zimmerpflanzen mit Wurmkompost gemischt.

Meine Online-Bezugsquellen zum Mischen von Erde findet ihr hier:
https://pflanzenmama.de/2020/06/07/produkttipps-und-empfehlungen-fuer-pflanzenfreunde/

Stützen

Wenn die Pflanze älter wird, verliert sie die untersten Blätter, verholzt und bildet eine Art Stamm, der gestützt werden kann, wenn dies erwünscht ist. So bleibt er gerade. Eine Stütze zum wachsen benötigt sie nicht.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Normale Zimmertemperatur, im Winter gern etwas kühler. Diese Pflanze kommt mit normaler Luftfeuchte in Wohnräumen zurecht. 20-30 Grad sind im Rahmen, weniger als 13 Grad wird ihr schaden.

Düngen

Stäbchen oder Flüssigdünger (20-20-20) halbe Stärke wie auf der Packung angegeben .
In der Wachstumsphase (Frühling und Sommer) regelmäßig düngen. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass die Pflanze schnell einen Wasser- und Nährstoffmangel bekommt, wenn sie viele Babypflanzen produziert. Teilweise musste ich doppelt so viel gießen wie sonst.

Lebenserwartung

Die Pflanze bekommt nach etwa 1-2 Jahren langsam einen hölzernen, harten Stamm und vergreist. Die ältesten Blätter werden gelb und fallen ab. Sie wird mit dem Alter zwar unansehnlicher, so ein Stamm kann aber auch sehr hübsch wirken, wie ein kleines Bäumchen. Sie kann bis zu 10 Jahre alt werden, bei manchen Pflanzenfreunden lebt sie sogar schon viel länger.
Nutzt die kleinen Babys am Topfboden, um sie fülliger wirken zu lassen oder eines Tages zu ersetzen.

Typische Probleme

Probleme mit gewölbten und verformten Blättern

Es sind immer wieder dieselben Probleme, die bei dieser Pflanze Sorge bereiten. Leider muss ich euch ein bisschen enttäuschen, wenn ihr auf eine 100 % Antwort gehofft habt. Bisher ist mir bei manchen Punkten noch nicht ganz klar, was genau welche Probleme verursacht, daher werde ich diesen Text immer weiter überarbeiten.

Schiefer Wuchs: Pflanzen erwarten, das Licht von oben kommt. In der Wohnung wachsen Pflanzen zum Licht hin, also meist Richtung Fenster. Ich drehe meine Pilea daher jeden Tag so gegen das Licht, dass sie gerade weiter wachsen kann. Ansonsten wächst eure Pflanze eben krumm und schief – Na und? So etwas kann auch cool aussehen, wie einige Instaposts eindrucksvoll beweisen.

Verformte Blätter:
Die Blätter der Pflanze können sich nach außen wölben, nach innen wölben oder verbiegen und verformen. Ok, das sieht nicht schön aus! Manchmal bleibt es, manchmal werden die Blätter wieder flach.
Folgendes kann ich euch dazu sagen: Es soll an zu wenig Licht, zu viel oder zu wenig Wasser liegen.
Überlegt, ob ihr vielleicht zu viel gegossen habt und es Staunässe gibt. Ist die Erde gut durchlässig oder staut sich darin vielleicht das Wasser?
Alles in allem, verformte Blätter sind nicht schlimm!

Gelbe und absterbende Blätter:
Wenn es nur wenige der untersten Blätter sind, könnte dies einfach am Alter der Pflanze liegen (Siehe Absatz Lebenserwartung). Da bildet sich irgendwann ein Stamm.
Gelbe Blätter können grundsätzlich aber auch auf ein zu viel an Wasser durch Übergießen hinweisen sowie auf einen Nährstoffmangel. Blasse ausfallende Blätter deuten auf zu viel Trockenheit hin. Geht der Ursache besser auf den Grund.
Auch die falsche Erde (oder ein zu grosser Topf) kann ein Grund sein: das Wasser sollte sich nicht stauen und gut abfliessen können, die Erde gut entwässern und nicht zu lange feucht bleiben.

Helle Blätter: Nährstoffmangel, vielleicht fehlt Dünger

Flecken auf den Blättern:
Untersucht die Pflanze sehr gründlich auf Schädlinge, werft einen Blick auf die Wurzeln. Schwarze kleine Flecken, gelbliche Stellen voller kleiner Flecken und silbrig schimmernde Stellen könnten zum Beispiel auf Thripse hindeuten.
Muss sie umgetopft werden, hat sie vielleicht einen Nährstoffmangel? Dann in neue Erde setzen oder mit dem Düngen beginnen (in der Wachstumsphase). Könnte es ein Sonnenbrand sein? Dann weiter weg vom Fenster stellen.

Weiße kleine Kügelchen an der Unterseite der Blätter:
Hier scheidet die Pflanze Mineralien aus. Nicht schlimm! Mit Regenwasser oder 24 Stunden abgestandenem Wasser gießen.

Kein (neuer) Nachwuchs in Sicht:
Gebt der Pflanze ein paar Monate Zeit, sich bei euch einzugewöhnen. Im Frühling und Sommer sollte sich dann Nachwuchs einstellen. Meine steht übrigens nicht in Terrakotta, sondern in einem Plastiktopf und produzierte nach etwa 3 Monaten bei mir die erste Babypflanze.
Anregen könnt ihr die Pflanze, indem ihr Babys entfernt oder die Pflanze stutzt sowie indem ihr sie in der Wachstumsphase ausreichend mit Dünger versorgt.

 
 
 
 
 
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Meine Empfehlungen für Produkte zur Pflanzenpflege findet ihr hier:
https://pflanzenmama.de/2020/06/07/produkttipps-und-empfehlungen-fuer-pflanzenfreunde/

Bitte bedenkt: Die Bedürfnisse und Ansprüche einer Pflanze hängen von der individuellen Situation in eurem Zuhause ab. Wo sie steht, wie viel Licht sie bei euch bekommt, in welchem Substrat sie wächst, ihre Umgebungstemperatur und mehr. Bei mir ist es eher dunkel und schattig. Was meiner Pflanze gut tut, könnte eurer schaden. Beobachtet und bewertet selbst.


Bitte beachtet: alle Angaben sind ohne Gewähr. Dieser Blog ist “nur” mein Hobby. Ich bin weder Botanikerin, noch Biologin. Ich bin nicht wissenschaftlich ausgebildet. Nicht alles, was ich schreibe, kann zu 100 % korrekt sein. Ich schreibe hier ganz bewusst flapsig und umgangssprachlich, weil ich mir den Spaß am Bloggen über mein Hobby durch zu viel Wertlegung auf Korrektheit und Fachsimpelei nicht verderben will. Vieles beim Thema Pflanzen hängt einfach von der eigenen häuslichen Umgebung ab. Es gibt wenig verlässliche Informationsquellen als Grundlage – selbst in meinen Fachbüchern zum Thema Pflanzen finden sich Fehler oder unterschiedliche Ansichten. Ich verlasse mich also auf eigene Erfahrung und die Berichte anderer. Wenn ihr einen Fehler findet, seht es mir bitte nach. Sehr gerne dürft ihr mich darauf hinweisen und mich korrigieren. Ich freue mich, gerade als Newbie, immer über neue Informationen und regen Austausch!

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