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Pflege des Philodendron Malay Gold Lemon Lime

Philodendron Malay gold

Hier möchte ich meinen Philodendron Malay gold, auch als Lemon Lime bekannt, vorstellen.
Diesen Philodendron habe ich im Oktober 2020 in einem Gartencenter erworben. Ich war überrascht, diese Pflanze auf einmal im lokalen Handel zu entdecken.

Ich liebe es, die richtige Pflege und Geschichte meiner Pflanzen zu recherchieren. Die informativsten Quellen zum Malay gold waren auf Englisch.

Das Interessanteste habe ich für euch zusammengefasst.

Taucht mit mir ein in die spannende Geschichte dieser hübschen Grünpflanze!

Ihr habt die Pflanze gerade gekauft? Lest hier, wie ihr eine Pflanze sanft eingewöhnt –
Tips für einen guten Start im neuen Zuhause

Schaut euch dazu diesen hilfreichen Blogpost an: Die 5 besten Tipps zur Pflanzenpflege nach einer Onlinebestellung

Verfügbarkeit auf dem Markt und Preise

Stand Oktober 2020:
Da diese Pflanze ab jetzt im einfachen Handel erhältlich ist, wird ihr Preis vermutlich fallen und sie wird ab sofort leichter erhältlich sein. Es sei denn, es handelt sich um ein einmaliges Angebot. Bisher habe ich diesen Philodendron nur ab und zu online entdeckt, dort lagen die Preise bei
ca. 30 € (15 cm Topf), 50 € (15 cm), 28 € ohne Topf in Anzuchterde mit Gefäß, 25 €, 20 € (15 cm Topf) und reduziert für 15 (12 cm Topf) und für gewerbliche Einkäufer bei einem Shop in Holland bei ca. 10 €, also ist ein Verkaufspreis von um die 30-40 € im Laden nicht unrealistisch.
Ich habe 12 € bezahlt für die oben abgebildete Pflanze, ein momentan fairer Preis. Mehr als 30 € solltet ihr in eine kleine Pflanze also nicht investieren.
Diese Pflanze ist in Deutschland zumindest online nicht selten und wer sie möchte, wird fündig.
Sie wird international als absolute Rarität und Seltenheit angepriesen. Das ist sie bei uns nicht. Es scheint von der Region abzuhängen. Unsere Nähe zu Holland, Belgien und Dänemark ermöglicht uns einen vereinfachten Zugriff auf Raritäten. In anderen Ländern (Usa) sind manche Pflanzen gar nicht zu erwerben oder extrem teuer und gelten dann als Seltenheit.
Ich habe sie jedenfalls noch nie in Persona gesehen und hätte sie online gar nicht gekauft, da ich sie auf Bildern nicht besonders interessant fand.
In echt hat sie mich mit ihren leuchtenden Blättern sofort begeistert! Euch vermutlich auch – darum gibts jetzt was für euch zu lesen.

Viel Spaß mit dem Pflanzenporträt und den Pflegetipps! Lasst mir gerne einen Kommentar da, wie ihr zu dieser Pflanze gefunden habt.

Der Philodendron Malay gold / lemon lime im Pflanzenporträt

Hier wird es bei den Namen wieder kompliziert, denn es handelt sich nicht um eine Pflanze aus der Natur, sondern um einen Hybriden. Das bedeutet, die Pflanze wurde künstlich, erst durch Menschenhand erschaffen.
Die Pflanze ist unter vielen verschiedenen Namen im Umlauf.

Wissenschaftlicher Name und Handelsnamen

Philodendron Hybrid Malay Gold
Geläufig auch als Malay gold, Lemon lime, Golden lemon lime, Ceylon gold, Lemonade, Golden Philodendron, Golden Sunrise, Golden Goddess (laut Web ein Name der Firma Costa Farms).

Es handelt es sich um einen patentierten Hybriden vom Philodendron domesticum. Dieser stammt aus dem Regenwald und gehört zur Familie der Araceae). Angemeldet wurde er als Kultivar zum Patent unter dem Namen “Lemon lime”. Mehr über die Herkunft im Kapitel Geschichte!

Es gibt es noch eine panaschierte Variante namens Philodendron Thai Sunrise, dieser hat besonders viele dunkelgrün panaschierte Blätter, wohl das dunkle Grün der Ursprungspflanze. Sie treten allerdings auch beim neongrünen Malay gold gelegentlich auf.

Achtung Verwechslungsgefahr: Es gibt noch einige andere Pflanzen, die als lemon lime und mit Neon bezeichnet werden.
Die Blätter sehen anders aus, sie sind herzförmig: Philodendron hederaceum ‘Aureum’ oder Philodendron hederaceum ‘Lemon Lime’ (auch Micans genannt) oder es handelt sich um die Efeutute in Neon. Es gibt noch einen ähnlich aussehenden Philodendron Moonlight, dieser hat dunklere grünere Blätter und ist teurer.

Besonderheiten und Merkmale:
leuchtend neonfarbene Blätter von Buttergelb zu Neongelb bis zu einem hellen Grün

Die frischen Blätter sind hellgelb, fast weiß und werden mit der Zeit buttergelb, dann neongrün und wenn sie älter werden limonengrün. Das Grün leuchtet regelrecht. Ich finde, sie hat auch einen schönen Vanille-Gelbton.
Dazu hat diese Pflanze gelbe und leicht rosane, bis hin zu pfirsichfarbene Blattstiele. Blatthülsen kringeln sich dekorativ ein.

Im Vergleich zur Ursprungspflanze produziert dieser Kultivar mehr Blätter, es gibt mehr neues Wachstum vom Stamm aus, die Pflanze wächst insgesamt kompakter und die Blätter sind schmaler und spitzer an den Blattenden.

Die Pflanze gilt als pflegeleicht und soll eher langsam wachsen.

Habitat: Philodendren wachsen im Regenwald, teils auf dem Waldboden, teils klettern oder kriechen sie an anderen Pflanzen oder Bäumen hoch Richtung Blätterdach, um so an noch mehr Licht zu gelangen.
Der Malay gold ist an eine Waldumgebung wie in einem feuchten Regenwald angepasst und eine buschartige Kletterpflanze.
Wald im Freien bedeutet übrigens alles andere als wenig Licht – draußen ist es auch im Schatten viel heller als in unseren “Höhlen” und mit seinen hellen Blättern braucht er mehr Licht als andere Philodendren.
Er mag allerdings keine direkte Sonne, sondern helles, indirektes Licht.
Er besitzt einen Hauptstamm, von dem aus sich weitere Blattstiele abzweigen. Wenn ihr mehr Pflanzen in einem Topf möchtet, müsst ihr also Ableger dazu pflanzen. Meistens finden sich aber schon bei Kauf mehrere Stecklinge in einem Topf.

Größe und Höhe: Die Blätter werden bis zu 6,2 cm breit und 13 cm lang. Die Pflanze wächst kompakt und wie ein Busch.

Vorsicht giftig: Achtung, diese Pflanze ist wie viele Philodendren giftig bei Verzehr und daher bitte Vorsicht in Haushalten mit Haustieren und kleinen Kindern.

Geschichte und Herkunft des Philodendron Malay gold

Dieser Hybrid wird auch als Kultivar bezeichnet (eine Pflanze, die gezüchtet wurde). Es handelt sich um eine spontane Mutation vom Philodendron domesticum. in einem Gewebekulturanbau, tissue culture genannt. Entdeckt hat ihn Herr Tai Yam im Juni 2004. Er selbst stammte aus Malaysia (ich vermute, daher der Name Malay gold?) und befand sich zu diesem Zeitpunkt in Nanhai in China in einem kommerziellen Labor.
Er hat diese Pflanze dann sogleich vor Ort weiter vermehren lassen. Die Mutation erwies sich dann als ausgesprochen stabil und konnte über mehrere Generationen erhalten werden. Damit konnte die neue Sorte dann patentiert werden!
Je nach Wachstumsumgebung könnte die Pflanze sich noch anpassen und verändern und etwas anders aussehen, wobei davon ausgegangen wird, dass sie die charakteristischen und einzigartigen Eigenschaften erhalten bleiben (s. oben beschrieben).

Hier könnt ihr euch sogar das angemeldete Patent ansehen: Patent aufrufen

Oft liest man, dieser Hybrid wurde ursprünglich in Thailand angebaut. Laut Patent kann dies nicht stimmen, daher vermute ich, er wurde dort vermutlich im großen Stil vermehrt?
In tropischen Ländern wird er in begrünten Anlagen als dekorative, einfach zu pflegende Pflanze eingepflanzt, zum Beispiel auf dem Universitätsgelände und in Parkanlagen. Seine leuchtend helle Farbe macht ihn beliebt, da er einen schönen Kontrast zu dunkleren Pflanzen bildet. Im tropischen Klima wächst er ohne Probleme im Freien.
Bezugsquellen bei uns sind momentan Gärtnereien in Holland.

Ich will es bei Pflanzen immer genau wissen und werde weiter forschen! Schnappt euch oben den Newsletter, wenn ihr mit auf dem Laufenden bleiben wollt!


Bedürfnisse und Pflegetipps

Bitte bedenkt bei all meinen Tipps: Die Bedürfnisse und Ansprüche einer Pflanze hängen von der individuellen Situation in eurem Zuhause ab. Wo sie steht, wie viel Licht sie da bekommt, in welchem Substrat sie wächst, eure Umgebungstemperatur, Bewegung der Luft im Raum, wie ihr lüftet. Bei mir ist es ganz schön dunkel und schattig, ich setze also auf wenig Wasser, sehr stark entwässernde Erde und zusätzliche Pflanzenlampen. Was meiner Pflanze gut tut, könnte eurer in einer anderen Umgebung schaden. Beobachtet eure Pflanze, lernt sie kennen und verstehen, denkt an ihre Bedürfnisse und bewertet die Situation selbst.

Stützen und Kletterhilfe

Viele (unter)stützen ihre Philodendren mit Rankstäben. Auch dieser profitiert davon. Wenn ihr eurer Philodendron-Pflanze einen Entwicklungsschub verpassen wollt, müsst ihr der Pflanze das Gefühl geben, sie sei im Dschungel. So entwickelt sie sich weiter und kann quasi ins nächste Level aufsteigen. Das bedeutet, sie bekommt eine neue tolle Blattform (wie der Florida Ghost) und im Fall des Malay gold immer größere Blätter.
Ein sogenannter Rankstab verhilft dieser Pflanze also zu besserem Wachstum und einer schnelleren Entwicklung hin zu einer erwachsenen Pflanze.
Ein Stab, an dem sie Halt findet, ist also ideal. Den kann man kaufen – aber auch gut selber basteln.
Anfangs müsst ihr der Pflanze etwas helfen und sie festbinden. Wartet aber ab, bis der Philodendron groß genug ist. Die Malay gold sind oft noch jung und brauchen noch keinen Stab.
Das allerbeste Produkt dafür ist meiner Meinung nach dieses Pflanzen-Klettband und das empfehle ich aus Überzeugung:

Lichtbedürfnisse

Viel helles indirektes Licht. Ein bisschen Morgensonne soll in Ordnung gehen, bloß keine starke direkte Sonne, offenbar sind die Blätter dafür zu empfindlich.
Künstliches Licht – Ja oder Nein?
Ich werde meine auf jeden Fall mit einem Platz direkt unter den Growlights verwöhnen, denn bei mir ist es extrem dunkel, auch direkt am Fenster. Hier findet ihr alles über meine Growlights: https://pflanzenmama.de/2020/07/01/bringen-pflanzen-growlights-wirklich-was

Vermehrung

Hab ich selber nicht ausprobiert. Gelesen habe ich davon, dass die Vermehrung bei diesem Philodendron möglich sein soll.
Es klappt einfach über Stamm- und Kopfstecklinge. Meine Pflanze besteht aus 2 abgeschnittenen bewurzelten Stammstecklingen.

Blüte und Früchte

Laut Patent blüht dieser Philo nicht. Bisher habe ich auch keine Berichte über Blütenbildung oder Früchte gefunden.

Gießen

Wann ihr gießen müsst, hängt immer von der Pflanze und ihrer Umgebung ab. Der Malay Gold hat Bedürfnisse wie viele andere Philodendren auch. Leicht feucht, nie nass, nie ganz trocken, dazwischen Zeit um etwas wegzutrinken. Ihr müsst es für eure Pflanze selbst herausfinden, wann ihr gießen müsst – das kann alles von alle 3 Wochen sein bis zu alle 3 Tage! Keine Angst, das lernt man schnell. Einfach Learning by doing! Ich gieße meinen PP etwa einmal in der Woche bis hin zu alle 14 Tage, wenn das Substrat gerade so nicht mehr feucht ist, zur Überprüfung nutze ich immer meinen Bodenfeuchtigkeitsmesser (Information dazu in den Produkttipps), da gieße ich, wenn Stufe 3 erreicht ist. Ihr könnt die Fingerprobe machen, so 2,5 cm, also etwa bis zum 2. Fingerknöchel, sollte die Erde schon trocken sein. Bei sehr kleinen Töpfen könnt ihr auch mal hochheben und schauen, wie leicht oder schwer sich der Topf anfühlt.
Seid vorsichtig, zu feuchte Erde und zu viel gießen nimmt sie einem echt übel, dann färben sich die unteren Blätter gelb und werden abgeworfen, außerdem droht bei nassen Füßen Wurzelfäule. Sie sollte auch nie komplett austrocknen, dann werden die Blätter braun und die Wurzeln können vertrocknen und absterben.
Haltet die Pflanze also leicht feucht, aber NIEMALS nass. Staunässe unbedingt vermeiden, der Pflanztopf sollte deswegen immer Drainagelöcher haben. Damit die Pflanze nicht zu nass steht, müsst ihr sie nach Erhalt vielleicht in eine andere Erde umtopfen (aber besser nicht sofort, schaut mal hier die Tipps an). Achtet auf ein passendes Substrat.

Erde und Substrat

Ich habe die Erde dem Waldboden eines Urwaldes nachempfunden und meine Pflanze hat es gut angenommen. Wasser wird gut gespeichert aber die Erde bleibt dennoch nicht nass und verdichtet sich nicht zu stark, so können die Wurzeln gut atmen. Wasser fließt schnell und gut ab.
Philodendren und Monsteras haben da alle ähnliche Ansprüche.
Vorsicht, vor Staunässe wird gewarnt! Die Pflanze sollte leicht feucht stehen aber die oberen Erdschichten sollte man antrocknen lassen.
Meine individuelle Mischung besteht aus Perlite, kleinen Tonklumpen (zum Beispiel von Seramis), ungedüngter Kokosfaser, kleine Stücke Pinienrinde (duftet so toll), etwas Zimmerpflanzenerde, Wurmkompost und etwas Aktivkohle.
Pon funktioniert bestimmt auch.
Das Mischungsverhältnis mach ich nach Gefühl, ihr findet auf YouTube viele Videos und Tipps dazu. Gebt dazu “Aroid soil mix” in die Suche ein.

Meine Bezugsquellen für Erde findet ihr hier:
https://pflanzenmama.de/2020/06/07/produkttipps-und-empfehlungen-fuer-pflanzenfreunde/

Luftfeuchtigkeit und Temperatur

LF: Im Regenwald ist es immer feucht, also sollte auch der Malay gold nicht zu trocken stehen. Mindestens 45% an Luftfeuchte wäre gut, mehr ist sicher von Vorteil, um die 50%+. Bitte die Pflanze grundsätzlich nicht auf oder direkt neben eine Heizung stellen und im Winter am besten für zusätzliche Luftfeuchtigkeit sorgen.

Luftfeuchtigkeit messen und erhöhen:
Die Luftfeuchtigkeit überprüft man mit einem Hygrometer. Dieses kleine Gerät ist zwar nicht so genau – aber auch gar nicht teuer, es macht bei vielen Pflanzen in vielen Räumen Sinn, ein Set zu kaufen.
So sehen diese kleinen Helferlein aus:


Für noch mehr Luftfeuchtigkeit sorgt ein Luftbefeuchtungsgerät. Einsprühen und Schalen mit Steinen bringt leider nicht viel, außer ihr stellt eure Pflanze unter eine Glasglocke, in eine Plastiktüte oder in Vitrine oder Terrarium. Notfalls kann die Pflanze auf eine Schale gefüllt mit kleinen Steinen und Wasser zur Verdunstung gestellt werden.
Wenn ihr bereits einen Dschungel an Pflanzen habt, könnt ihr euch ein Gerät mit 5 bis 6 Liter Fassungsvermögen gönnen, die Marken Elechomes und Levoit sind bei Pflanzenfreunden gerade sehr beliebt, so sehen die Geräte aus:

Dieses Gerät (seit 07/2020 auf dem deutschen Markt) hab ich übrigens selbst gekauft, ich benutze es seit einigen Wochen und hatte bisher noch keine Probleme.

Temperatur: Laut Onlinerecherche überlebt der Malay gold die Range von 15 bis über 40 Grad.
Nachts 18, Tags etwa 18 – 25 Grad Celsius funktionieren sicher gut.

Produkttips

Meine Empfehlungen für Pflanzenpflege Produkte findet ihr hier:
https://pflanzenmama.de/2020/06/07/produkttipps-und-empfehlungen-fuer-pflanzenfreunde/


Bitte beachtet: alle Angaben sind ohne Gewähr. Dieser Blog ist “nur” mein Hobby. Ich bin weder Botanikerin, noch Biologin. Ich bin nicht wissenschaftlich ausgebildet. Nicht alles, was ich schreibe, kann zu 100 % korrekt sein. Ich schreibe hier ganz bewusst flapsig und umgangssprachlich, weil ich mir den Spaß am Bloggen über mein Hobby durch zu viel Wertlegung auf Korrektheit und Fachsimpelei nicht verderben will. Vieles beim Thema Pflanzen hängt einfach von der eigenen häuslichen Umgebung ab. Es gibt wenig verlässliche Informationsquellen als Grundlage – selbst in meinen Fachbüchern zum Thema Pflanzen finden sich Fehler oder unterschiedliche Ansichten. Ich verlasse mich also auf eigene Erfahrung und die Berichte anderer. Wenn ihr einen Fehler findet, seht es mir bitte nach. Sehr gerne dürft ihr mich darauf hinweisen und mich korrigieren. Ich freue mich, gerade als Newbie, immer über neue Informationen und regen Austausch!

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