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Pflege des Spathiphyllum Diamond variagata Einblatts

Spathiphyllum Diamond, mein erstes panaschiertes Einblatt! Und überhaupt, mein erstes Einblatt. Immer wieder hab ich es auf Insta gesehenen, aufgeregte freudige Posts: “Ich hab es mir auch geholt!” – oder: “Endlich, ich konnte eine ergattern!”. Joah. Konnte ich erst null nachvollziehen. Auf den Fotos sah ich eine, in meinen Augen, recht unscheinbare Pflanze. Eine typische Büropflanze, nur eben mit weißem Muster und noch dazu zerknüllt wirkenden Blättern? Na ja. Nichts für mich. Schon mal ein Hype, der komplett an mir vorübergehen wird. So dachte ich. Und dann stöberte ich stundenlang durch den Pflanzenmarkt. Mir gefiel keine Pflanze so Recht. Und dass, obwohl viele auf meiner Wunschliste gestanden hatten. Nachdem ich ein paar Töpfe in den Wagen gestellt hatte, machte ich mich auf den Weg zur Kasse. Dabei entdeckte ich zufällig, etwas versteckt, die panaschierten Einblätter. Ach, da sind sie ja. Diese Hypepflanzen! Aha. Und sogar alle mit Blüten. Ich riskierte also einen Blick, denn in echt hatte ich sie noch nie gesehen. Und dann fand ich diese Pflanze plötzlich unglaublich schön. Liebe auf den ersten Blick! Ich hab den Kauf nie bereut. Jeden Morgen laufe ich zu den Pflanzen und schaue es mir an. Seitdem liebe ich alle Einblätter. Duften übrigens auch gut, ähnlich wie ein Blumenladen.

Ihr habt die Pflanze gerade gekauft? Lest hier, wie ihr eine Pflanze sanft eingewöhnt – Tips für einen guten Start im neuen Zuhause

Schaut euch dazu diesen hilfreichen Blogpost an: Die 5 besten Tipps zur Pflanzenpflege nach einer Onlinebestellung

Verfügbarkeit auf dem Markt und Preise

Ich weiß nicht wie lange es panaschierte Einblätter gibt, aber mindestens seit 2007. Dieses Frühjahr kam das wohl zuvor recht seltene panaschierte Einblatt aus einer holländischen Massenproduktion auf den deutschen Markt. 2 Firmen verkaufen es gerade unter dem Namen Diamond und Domino (ich gehe davon aus dass es die selbe Pflanze ist). Besonders in einem lokalen Pflanzencenter ist es zu haben. Davor muss es recht selten gewesen sein und vermutlich teuer. Eine Werbekampagne braucht die Pflanze wohl nicht, dafür sorgt Instagram. Noch gibt es nicht allzu viele unter dem Hashtag, aber das wird sich sicher ändern, denn es werden große Mengen dieser Pflanze vertrieben. Gekostet hat meine knapp 18 Euro beim Dehner Pflanzenmarkt in Süddeutschland. Online bewegen sich die Preise (Stand Frühjahr 2021) zwischen 18 und 55 Euro, meistens liegen sie um die 30 Euro. Es ist momentan leicht zu bekommen, viele Onlineshops haben es im Angebot.

Spathiphyllum diamond domino im Pflanzenporträt

Spathiphyllum Diamond
Spathiphyllum Diamond

Wissenschaftlicher Name und Handelsnamen

Spathiphyllum clevelandii

Das Einblatt ist eine sehr beliebte Zimmerpflanze und gilt als Klassiker. Als sehr beliebte Zimmerpflanze hat sie sogar einen eigenen Wikieintrag. Die grüne Sorte ist in Deutschland unter den Namen Friedenslilie, Scheidenblatt, Blattfahne und Einblatt bekannt, im englischen unter White Sail Plant, Spath, White flag. Der Name setzt sich zusammen aus den griechischen Wörtern spathe (das war damals eine Art Schwert) und phyllon (Blatt).
In Panaschiert, also mit weißem Muster, wird sie verkauft unter dem Beinamen domino oder diamond, je nach Hersteller. Es könnte sich auch um die Sorte Gemini handeln, da sie dieser sehr ähnlich sieht. Bekannt auch als panaschiertes Einblatt, variegated Peace Lily.
Sie gehört zur Familie der Aracea (Aronstabgewächse) und wächst ursprünglich in ganz Südamerika und im südpazifischen Raum im Regenwald, auf feuchten Böden nahe an Flüssen und Bachläufen.

Weitere Arten und panaschierte Züchtungen:
Es gibt weit über 60 wilde Arten und dazu kommen Hybriden und kultivierte Sorten und Züchtungen, die nicht in der Natur vorkommen (eine Zucht-Sorte ist sogar wieder verwildert). Beliebt sind die Sorten Floribundum (besonders große Blüten, hoher Wuchs) und Wallisii (kleinere Blüten, kompakter und kleinere Wuchshöhe). Im Handel gibt es viele weitere Arten mit grünen Blättern. Zum Beispiel die Sensation, eine besonders große Sorte mit großen Blättern. Ein Traum, wenn man den Platz hat! Es gibt meines Wissens inzwischen mindestens 3 panaschierte Züchtungen, die hier beschriebene mit den eher kleinen weißen Flecken und Sprenkelmuster, die der Spathiphyllum wallisii Gemini ähnelt, die Wallisii Variegata, auch Jessica genannt oder die Picasso. Es gibt eine mit großen, weißen panaschierten Bereichen und eine mit einem mintfarbenem Blattmuster sowie sogar eine panaschierte Sensation!

Hier findet ihr eine kleine Übersicht mit Fotos und Beschreibungen mit vielen Arten, die derzeit im Handel erhältlich sind: https://www.plantura.garden/gartentipps/zierpflanzen/einblatt

Besonderheiten und Merkmale Spathiphyllum Diamond und Domino:

Spathiphyllum diamond domino

Diese Pflanze ist ein Luftreiniger!

Sie filtert schädliche Stoffe wie Benzol, Formaldehyd, Trichlorethen, Xylolen, Toluol und Ammoniak aus unserer Raumluft. Zu diesem Thema hat das Einblatt seinen eigenen deutschen Wikieintrag. Inwieweit diese Fähigkeiten einen deutlich messbaren Effekt auf unsere Atemluft in der Wohnung haben, kann ich euch leider nicht beantworten. Da gehen die Meinung stark auseinander, viele im Netz machen sich darüber lustig und halten das Ganze für reines Marketing und Humbug. Gleichzeitig glauben immer noch viele Menschen dem Mythos, dass Pflanzen im Schlafzimmer Menschen im Schlaf ersticken können, weil sie ihnen nachts den Sauerstoff klauen.
Falls euch das Thema interessiert – Ich habe mal ein E-Book darüber gelesen, dass von einer spürbaren positiven Wirkung ausgeht und dies auch mit entsprechenden Studienergebnissen untermauert. Ich fand es wirklich spannend! Die alte Studie der Nase findet ihr hier.

Aussehen: diese Pflanze hat schöne lange grün weiß gesprenkelte Blätter, wächst staudenartig in Büscheln aus der Erde. Das Muster erinnert mich ein bisschen an dass der Thai Constellation Monstera Deliciosa large Form. Die Blätter haben eine unregelmäßige Struktur, sie sind nicht glatt wie die der grünen Einblätter. Dazu bildet sie lange Stile mit wunderschönen weißen duftenden Blüten!

Panaschierung Spathiphyllum Diamond
Panaschierung Spathiphyllum Diamond

Schädlinge: Die Pflanze ist nicht besonders anfällig für Schädlinge, sie können aber vorkommen, vor allem Spinnmilben können auftreten. Duscht die Blätter zur Prävention einfach regelmässig ab oder reinigt sie mit einem feuchten weichen Tuch.

Größe und Wuchshöhe: sie wird laut Handel 30 bis zu 50 cm hoch, kann bis zur Topfgrösse 20 cm auswachsen.

Vorsicht giftig: für Kinder und Haustiere ist das panaschierte Einblatt leider leicht giftig. Lasst sie bitte nicht daran herumknabbern, das kann Magenschmerzen verursachen. Bei allen Aronstabgewächsen kann der Pflanzensaft aufgrund enthaltener Oxalsäuren reizend sein. Der Blütenpollen kann offenbar allergische Reaktionen hervorrufen.

Geschichte und Herkunft der panaschierten Friedenslilie

Die Gattung Spathiphyllum wurde 1832 durch Heinrich Wilhelm Schott erstbeschrieben.
Gerne hätte ich gewusst, seit wann genau sie als Zimmerpflanze kultiviert wird. Ich will es bei Pflanzen immer genau wissen und werde weiter forschen! Schnappt euch oben den Newsletter, wenn ihr mit auf dem Laufenden bleiben wollt!

Bedürfnisse und Pflegetipps

Bitte bedenkt bei all meinen Tipps: Die Bedürfnisse und Ansprüche einer Pflanze hängen von der individuellen Situation in eurem Zuhause ab. Wo sie steht, wie viel Licht sie da bekommt, in welchem Substrat sie wächst, eure Umgebungstemperatur, Bewegung der Luft im Raum, wie ihr lüftet. Bei mir ist es ganz schön dunkel und schattig, ich setze also auf wenig Wasser, sehr stark entwässernde Erde und zusätzliche Pflanzenlampen. Was meiner Pflanze gut tut, könnte eurer in einer anderen Umgebung schaden. Beobachtet eure Pflanze, lernt sie kennen und verstehen, denkt an ihre Bedürfnisse und bewertet die Situation selbst.

Stützen, Rankstäbe und Kletterhilfe

Braucht sie alles gar nicht! Ich bin grad so froh drum, denn langsam nerven mich Rankstäbe und blattlos herumrankende Triebe, die gekürzt werden müssen.

Lichtbedürfnisse

Diese Pflanze braucht verhältnismäßig wenig Licht. Was dies bedeutet, kann aber je nach Wohnräumen unterschiedlich sein. Bei mir beutetet es, direkt ans Fenster, mit Sonne und unters Growlight. In einer hellen Wohnung könnte sie auch in einer Zimmerecke stehen. Achtet darauf, sie nicht zu starker Sonne auszusetzen! Im Sommer darf sie in den Schatten im Freien. Laut der Website Pflanzenfreunde brauchen Spathiphyllum Arten ein Minimum von 500 Lux / 50 Footcandles.

Anzeichen für Lichtmangel: Bei zu wenig Licht verliert sie ihr Muster, die Abstände zwischen den Blättern werden sehr lang und die Pflanze kann ihr Wachstum einstellen.

Anzeichen für zuviel Licht: Die Blätter werden gelb, braune Flecken deuten auf Verbrennungen hin.

Künstliches Licht – Ja oder Nein | Offenbar mag sie Kunstlicht recht gerne. Ich nutze Kunstlicht zur Unterstützung, sonst verkümmern mir meine Lieblinge. Hier findet ihr alles über meine Growlights: https://pflanzenmama.de/2020/07/01/bringen-pflanzen-growlights-wirklich-was

Licht ausmessen | Messen könnt ihr Licht mit einem Belichtungsmesser für Pflanzen (kostet 20 bis 30 €), diese werden Luxmeter genannt, ich mag zum Beispiel diese beiden total, da recht günstig und oft im Angebot. Ich hab den Gelben. (es folgen Affiliate Links):

Vermehrung

Diese Pflanze wächst staudenartig und wird durch Teilung vermehrt. Das bedeutet, man schneidet einen Teil davon ab oder entfernt Seitentriebe. An ihren Seiten bildet sie neue Triebe, die ihr beim Umtopfens entnehmen könnt. Am besten haben diese schon 2-3 Blätter. Rhizom mit 3 – 4 Blättern und Wurzeln auswählen und mit einem scharfen Messer abtrennen. Hab ich noch nie selber gemacht, es gibt dann bestimmt ein Update auf Insta, wenn es soweit ist!

Blüte und Früchte Spathiphyllum diamond domino

Geblüht wird meistens zwischen Juni und September. Pflanzen im Handel haben oft bereits eine Blüte, unabhängig von der Jahreszeit. So war es auch bei meiner Diamond! Das Einblatt bildet einen weißen Kolben (das ist die Blüte) mit einem weißen, cremefarbenen oder grünem Hochblatt, manchmal mit panaschiertem Hochblatt. Das wird auch Hüllblatt bzw. Spatha genannt (daher auch auf english spath). Sie duftet übrigens wundervoll, ähnlich wie ein Blumenladen voller Orchideen riecht. Offenbar duften aber nicht alle Spathiphyllumarten. Einige Züchtungen duften besonders toll, zum Beispiel die Sorten Sweet Paco, Sweet Chico, Sweet Benito, Sweet Sebastiano und Sweet Lauretta. Ich werde das nächste Mal im Gartencenter mal schnuppern, um herauszufinden, welche duften. Jeder Hauptstamm bildet nur eine Blüte. Nach dem Verblühen könnt ihr den Blütenstiel bis an die Stilbasis zurückschneiden. Das spart der Pflanze Energie und kann sie zu neuem Wachstum anregen. Die Pflanze blüht bis zu 8 Wochen, nach einiger Zeit verfärbt sich die Blüte grünlich und verwelkt.
Zur Blüte anregen: das Netz rät dazu sie eine Weile in eine dunkle Ecke stellen, den Standort wechseln, mehr Licht, das gießen reduzieren, auf die richtige Nährstoffversorgung / Dünger achten. Eine Winterruhe simulieren, dafür an einen hellen Ort bei ca. 15 °C für 6-8 Wochen stellen.

Gießen

Diese Pflanze solltet ihr nie ganz austrocknen lassen. Sie steht aber auch nicht gerne lange in zu nasser Erde. Typisch für Einblätter: wenn sie zu sehr austrocknen, lassen sie alle Blätter dramatisch hängen. Beim Gießen stellen sie die Blätter wieder auf und regenerieren sich. Das hat ihr den Internetspitznamen “Drama Queen” eingebracht. Soweit solltet ihr es aber nicht oft kommen lassen. Bitte gebt eurer Diamond schon vorher Wasser, sobald die Blätter dies durch leichtes hängen anzeigen und die obere Erdschicht ausgetrocknet ist. Im Zweifel immer lieber zu trocken als zu nass, denn Wurzelfäule kann diese Pflanze umbringen. Im Sommer weit mehr gießen als im Winter.

Grundsätzliche Tipps: Staunässe bitte unbedingt vermeiden, der Pflanztopf sollte deswegen immer Drainagelöcher haben. Wann genau ihr gießen müsst, hängt immer von der Pflanze und ihrer Umgebung ab. Ihr müsst es für eure Pflanze selbst herausfinden, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist – das kann alles sein, von einmal alle 3 Wochen bis zu jeden Tag (falls ihr in einer sehr warmen Region lebt oder sehr, sehr viel Licht habt)! Keine Sorge, das lernt ihr schnell. Einfach machen, Learning by doing!
Zur Überprüfung nutze ich bei Unsicherheit meinen Bodenfeuchtigkeitsmesser (Information dazu in den Produkttipps), da gieße ich, wenn Stufe 3 erreicht ist.

Beachtet dabei bitte, dass diese Messgeräte in sehr lockerem Substrat nicht zuverlässig funktionieren, da die Erde dafür nicht verdichtet genug ist.
Ein noch viel besseres Messgerät ist euer Finger! Ihr könnt die Fingerprobe machen, so 2,5 cm, also etwa bis zum 2. Fingerknöchel, sollte die Erde schon trocken sein. Bei sehr kleinen Töpfen könnt ihr auch mal hochheben und schauen, wie leicht oder schwer sich der Topf gerade anfühlt. Achtet auf ein passendes Substrat. Wenn die Pflanze bei euch immer lange zu nass steht, solltet ihr sie vielleicht in eine andere, schneller trocknende durchlässigere Erde umtopfen oder noch weniger gießen (aber besser nicht sofort nach Kauf, schaut mal hier die Tipps an). Trocknet eure Erde zu schnell aus, ist vielleicht ein Umtopfen angebracht oder eine Erde, die länger feucht bleibt und mehr Wasser speichert.

Erde und Substrat

Die Erde sollte gut durchlässig sein, damit Wasser abfließt und Luft an die Wurzeln kommt. Genau wie bei den meisten Philodendren. Unter dem Begriff Aroid-Mix oder Anthuriumerde findet ihr fertig gemischte Erde. Ihr könnt natürlich selbst mischen und dafür Perlite und Pinienrinde untermischen (ich schreibe dazu noch einen Beitrag). Ein pH-Wert von 5 bis 6 ist ideal. Passt die Erde an eure Räumlichkeiten und Gießgewohnheiten an.

Hydrokultur wird gut vertragen!

Meine Bezugsquellen für Erde findet ihr hier:
https://pflanzenmama.de/produkttipps-und-empfehlungen-fuer-pflanzenfreunde/

Dünger

Alle 2 Wochen in der Wachstumsphase (Frühling und Sommer) reicht aus, ihr könnt jeden handelsüblichen Dünger für Zimmerpflanzen verwenden (außer bei Hydrokultur, dann einen dafür geeigneten Dünger). Verdünnt den Dünger. Die Wurzelhaare des Einblattes sind sehr fein und können bei zu viel Dünger verbrennen. Immer grüne Blüten oder eine ausbleibende Blüte können auf zu viel Nährstoffe hindeuten.

Luftfeuchtigkeit und Temperatur

Temperatur: In der Range von 18 bis 25 Grad. Besser nicht unter 15 Grad, sonst kann die Pflanze sterben. Wohl fühlt sie sich bei 20 Grad Celsius, also ganz normalen Zimmertemperaturen.

Wintertipps: Bei niedrigen Temperaturen wächst sie viel langsamer, dann solltet ihr weniger und seltener gießen! Das gilt für alle tropischen Pflanzen, sie vertragen fast alle keine Kälte. Denkt bitte auch beim Kauf im Winter daran und packt sie gut ein für den Weg ins Auto oder bestellt mit zusätzlichem Heatpack! Stellt sie im Winter nicht in die Nähe eines offenen Fensters, wo es kalte Luftzüge gibt. Nicht direkt an eine Heizung oder in einen sonnigen Bereich, der sich stark aufheizt.

Kälteschock: weiche, schlaffe Blätter die durchsichtig werden können.

Hitzeschock: die Blätter werden gelb und welken (im Hochsommer hatte ich dieses problem bei all meinen tropischen Pflanzen).

Luftfeuchtigkeit: Als Pflanze aus den Regenwäldern liebt sie feuchte Luft! Mit der Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen kommt diese Pflanze trotzdem ganz gut klar. Richtig wohl fühlt sie sich bei hoher Luftfeuchte, ideal ist eine Luftfeuchtigkeit um die 50 % oder höher. Tropische Pflanzen gedeihen bei über 60 % Luftfeuchte am besten. Falls ihr sie verwöhnen möchtet: Eine Vitrine oder ein Gewächshaus schützt eure Wohnung bei hoher LF vor Schimmelbildung.

Tipps zu Luftfeuchtigkeit, messen und erhöhen:
Die Luftfeuchtigkeit überprüft man mit einem Hygrometer. Dieses kleine Gerät ist zwar nicht so genau – aber auch gar nicht teuer, es macht bei vielen Pflanzen in vielen Räumen Sinn, ein Set zu kaufen. Ihr findet es im Handel beim Pflanzenzubehör. Wenn ihr wisst, wie hoch eure Luftfeuchtigkeit ist, wisst ihr, ob ihr einen Luftbefeuchter brauchen könnt. Ein Luftbefeuchter kann im Winter eine gute Hilfe sein und das Raumklima auch für uns verbessern. Mein Gerät (seit 07/2020 auf dem deutschen Markt) hab ich selbst gekauft, ich benutze es seit einigen Wochen und hatte bisher damit keine Probleme. Ich nutze es allerdings nur mit destilliertem Wasser und wenn die Luft zu trocken wird. Das klappt bei mir sehr gut, da wir Wäsche innen trocknen müssen und ich dadurch auch die LF hochhalte und kontrolliere. Mit Leitungswasser und eingesetztem Filter hab ich keine gute Erfahrung gemacht, ich empfand den Dampf als unangenehm und kratzig im Hals, ähnlich wie in einem Soleraum in der Therme.

Troubleshooting: Probleme erkennen und lösen

  • Gelbe Blätter: Staunässe, zu lange in nasser Erde, zu wenig Licht, zu wenig Wasser, Hitzeschock.
  • Braune Blätter: Vielleicht ein Kälteschaden oder ihr habt sie mehrmals zu stark austrocknen lassen?
  • Braune Blattspitzen: die Luft ist zu trocken. Luftfeuchtigkeit erhöhen. Überdüngung?
  • Braune Blattränder und größere braune Spitzen: Stark chlorhaltiges Wasser, Überdüngung, zu viel oder zu wenig gegossen.
  • Keine Blüte: zu wenig Licht, falscher Standort, falsche Umgebungsbedingungen (zu kalt, zu warm?), zu viel Dünger, zu wenig Dünger, zu großer Topf.
  • Grüne Blüte: die Blüte verfärbt sich grün, wenn sie welkt. Bald wird sie braun und stirbt dann ab. Wird sie jetzt unansehnlich, sprich, wenn es hässlich aussieht, einfach abschneiden, und zwar ganz unten, wo der Stil rauskommt.
  • Weißes Puder auf den Blättern: das könnte vom Pollen der Blüte sein, das ist der Kolben im weißen Blatt am Blütenstiel.
  • Blasse Blätter, braune Blattspitzen: Zeit für einen größeren Topf?
  • Weiche, schlaffe Blätter: zu viel oder zu wenig Wasser

Produkttipps

All meine Empfehlungen für Pflanzenpflege Produkte findet ihr hier:
https://pflanzenmama.de/produkttipps-und-empfehlungen-fuer-pflanzenfreunde/

Habt ihr ein panaschiertes Einblatt? Und, gefällt es euch? Wie macht sie sich so? Lasst mir doch einen Kommentar da!
In meinem Instagram Account findet ihr immer aktuelle Bilder meiner Pflanzen. Schaut doch gerne mal vorbei!


Bitte beachtet: alle Angaben sind ohne Gewähr. Dieser Blog ist “nur” mein Hobby. Ich bin weder Botanikerin, noch Biologin. Ich bin nicht wissenschaftlich ausgebildet. Nicht alles, was ich schreibe, kann zu 100 % korrekt sein. Ich schreibe hier ganz bewusst flapsig und umgangssprachlich, weil ich mir den Spaß am Bloggen über mein Hobby durch zu viel Wertlegung auf Korrektheit und Fachsimpelei nicht verderben will. Vieles beim Thema Pflanzen hängt einfach von der eigenen häuslichen Umgebung ab. Es gibt wenig verlässliche Informationsquellen als Grundlage – selbst in meinen Fachbüchern zum Thema Pflanzen finden sich Fehler oder unterschiedliche Ansichten. Ich verlasse mich also auf eigene Erfahrung und die Berichte anderer. Wenn ihr einen Fehler findet, seht es mir bitte nach. Sehr gerne dürft ihr mich darauf hinweisen und mich korrigieren. Ich freue mich, gerade als Newbie, immer über neue Informationen und regen Austausch!

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