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Pflege des großartigen Philodendron Billietiae

“Bin vermutlich gleich wieder da. Ich möchte nur mal gucken”, mit diesen Worten verabschiedete ich mich von meinem Partner, um durch einen großen Pflanzenmarkt zu schlendern. Er weiß bereits, dass ich ewig brauche, wenn ich tatsächlich etwas finde. Wir hatten 2 Stunden herumzubringen, von daher freute ich mich auf ein stressfreies Stöbern, mit der Hoffnung auf spannende Mini-Pflanzen- oder endlich mal einen “echten” Florida Ghost.
Versteckt zwischen größeren Pflanzen entdeckte ich die den Philodendron billietiae, etwa 10 Exemplare duckten sich unauffällig unter benachbarte Pflanzen. Erstaunt holte ich ihn mir – ich hatte noch nie einen in echt gesehen! Was für schöne orange Blattstiele, was für elegante tiefgrüne Blätter! Mein Herz machte sofort einen freudigen Hüpfer. Und er war nicht allzu teuer, durfte somit direkt in den Einkaufswagen hüpfen! 2 weitere Pflanzenfreunde entdeckten ihn in meinem Wagen und schnappten
sich nach Rückfrage nach dem Standort auch ihre Exemplare. Er wird also schnell ausverkauft gewesen sein.

Ich bin noch ein großer Anfänger, was eigene Erfahrungen mit der dieser schönen Pflanze angeht, wenn ihr in meinem Steckbrief Fehler findet, weist mich doch gerne drauf hin.

Ihr habt die Pflanze online bestellt? Schaut euch dann doch gerne mal diesen hilfreichen Blogpost an: Die 5 besten Tipps zur Pflanzenpflege nach einer Onlinebestellung

Verfügbarkeit auf dem Markt und aktuelle Preise (Juni ’23)

Früher war diese Pflanze nur zu sehr hohen Preisen zu bekommen, sie lagen zwischen 80 und 300 Euro. Es ist inzwischen Juni in 2023. Mit Freude sehe ich in vielen Gartenzentren und Pflanzenmärkten immer mehr Raritäten – und vor kurzem zum ersten Mal auch einen Philodendron billietiae, zu einem Preis von knapp 15 €!
Es handelt sich dabei stets um Importe aus Holland, alle verfügbaren Raritäten scheinen, dem in der Erde steckenden Etikett nach, von derselben Firma vertrieben zu werden.
Auch so gut wie jeder auf Philodendren spezialisierte Onlineshop bietet den Philodendron billietiae in einer schönen Größe an und die Preise sind, besonders verglichen zu denen zu Pandemiezeiten, vollkommen in Ordnung.
Die panaschierte Form ist dagegen immer noch eine teure Seltenheit. Ich schätze, das wird auch noch lange so bleiben.

Philodendron billietiae im Pflanzenporträt

Mein neues kleines geliebtes Exemplar am kleinen, von Bäumen verschatteten Südfenster unter Growlights.

Wissenschaftlicher Name und Handelsnamen

Auch er ist ein Mitglied der Gattung Philodendron und gehört zur Familie der Aracea (der Aronstabgewächse).
Sein voller Name lautet Philodendron billietiae.
Für uns Deutsche ist die Aussprache recht leicht, man spricht ihn aus, wie man ihn liest: bi·lli·et·i·ae, “bili ətiā”
Der Name stammt von der Frau, die ihn entdeckt hat, er wurde nach ihr benannt.
Er wird von Pflanzenfreunden mit den Spitznamen Billie und Philidor bezeichnet.

Geschichte und Herkunft des Philodendron billietiae

Er wächst ursprünglich in tropischen Gebieten. Diese Pflanze stammt aus der Wildnis. Beheimatet ist er in den brasilianischen Regenwäldern sowie in Französisch-Guayana und Guyana.
Es freut mich, dass seine Geschichte bekannt ist.
1981 wurde die Pflanze von Frieda Billiet im Tieflandtropenwald in Französisch-Guayana entdeckt. Sie ist eine belgische Botanikerin, inzwischen in Rente. Als Mitglied der Aroid Society steht sie sogar noch für botanische Fragen zur Verfügung: http://www.aroid.org/aroiders/showmember.php?select=19
Ein Pflanzenexemplar wurde zwei Jahre nach seiner Identifizierung in den belgischen Botanischen Garten in Meise gebracht. Dort blühte es sogar im Gewächshaus.
Er wurde erst 1995 als Zimmerpflanze in private Haushalte eingeführt und galt seitdem als Rarität, eine seltene Sammlerpflanze. Mit dem Pflanzenboom in der Pandemie stieg seine Beliebtheit und so fand er glücklicherweise seinen Weg sogar in die Gartenzentren in 2023- und damit auch zu mir.

Spannende Varianten, Hybriden und panaschierte Züchtungen

Es gibt eine panaschierte Version auf dem Markt und sie ist extrem teuer. Die Panaschierung ist tiefgelb. Leider ist die Panaschierung nicht stabil und die Pflanze neigt dazu, zu vergrünen. Seid euch dessen bitte beim Kauf bewusst, damit ihr später nicht enttäuscht werdet. Offenbar ist es nicht leicht, die Vergrünung umzukehren.
Ich habe auch einen Hybriden gefunden, den Philodendron billitaei x atabapoense.

Besonderheiten und Merkmale des Philodendron billietiae

Gelb-orangefarbene Blattstiele und herzförmige, große, wellige Blattstiele sind charakteristisch für die Philodendron billietiae Pflanze. Er hat einfach diese schönen, dunkelgrünen, sehr langen Blätter.
Wenn die Pflanze sich noch in ihrem juvenilen, also jugendlichem Stadium befindet, sind ihre Blätter noch zart und glatt. Mit zunehmendem Alter entwickeln die Blätter eine sichtbarere, welligere Rillenstruktur.

Größe und Wuchshöhe:
Die ausgewachsene Größe eines Philodendron billietiae beträgt bis zu 91 Zentimeter in der Höhe und bis zu 20 Zentimeter in der Breite. Bei optimalen Lebensbedingungen kann ein ausgewachsenes Blatt eine Länge von bis zu 91-152 Zentimeter und eine Breite von 18-25 Zentimeter erreichen.
Optimale Bedingungen erreicht ihr in Deutschland, wenn ihr ihn in einem warmen Gewächshaus wachsen lassen könnt, mit einer Luftfeuchte über 70%.

Vorsicht giftig: wie viele Philodendren ist auch der Philodendron billietiae für Kinder und Haustiere leider leicht giftig.
Lasst sie bitte nicht daran herumknabbern, das kann zu Magenschmerzen führen. Besonders junge und kleine Haustiere solltet ihr von euren Pflanzen fernhalten.
Symptome beim Verschlucken sind beispielsweise Schwellungen der Speiseröhre, des Magen-Darm-Trakts und des Mundes. Bei Haustieren können die Symptome Erbrechen, Appetitlosigkeit, vermehrtes Speicheln und Kratzen am Mund sein.
Bei allen Aronstabgewächsen kann der Pflanzensaft aufgrund enthaltener Oxalsäuren für unsere Haut und Schleimhäute reizend sein. Beim Schneiden sind für Personen mit sehr empfindlicher Haut Handschuhe empfehlenswert.

Bedürfnisse und Pflegetipps

Photo by David J. Stang - source: David Stang. First published at ZipcodeZoo.com, CC BY-SA 4.0
Photo by David J. Stang – Wiki-Source, source: David Stang. First published at ZipcodeZoo.com, CC BY-SA 4.0

Pflanzgefäss, Stützen, Rankstäbe und Kletterhilfe

Wenn er noch klein ist, braucht der Philodendron billietiae eigentlich keinen Rankstab. Er klettert nicht, sondern wächst auf dem Waldboden oder verwurzelt im Geäst großer Urwaldbäume, ähnlich wie es die Orchideen tun. Das bedeutet, ihr braucht nicht unbedingt Rankstäbe – aber ein oder mehrere Stäbe können dabei helfen, die schönen langen Blätter etwas zu bündeln und ein dickerer Stab kann den Stamm zu stützen. Das soll dabei helfen, größere Blätter zu erhalten und das Wachstum ankurbeln. Schaut mal auf das Foto etwas weiter oben, dort sieht man gut, wie ein Rankstab eine größere Pflanze gut stützt – und ihr erkennt auch, dass ihr deutlich Platz nach unten braucht, damit sich die Blätter ausbreiten können.
Ein transparenter Topf hilft euch dabei, die Wurzeln im Auge behalten möchtet. So könnt ihr drohende Wurzelfäule gut erkennen und rechtzeitig behandeln. Ihr findet diese Töpfe auf jeden Fall in der Orchideenabteilung im Pflanzenmarkt, genauso wie Bambusstäbe als Stützhilfe.
Mehr Links gibt es auch in meiner Produktsammlung.

Anfälligkeit für Schädlinge

Die gute Nachricht zuerst: der Philodendron billietiae ist nicht sehr anfällig für Schädlinge! Das hat er sicher seinen festen Blättern zu verdanken. Trotzdem solltet ihr in ab und zu absuchen, alle Schädlinge können sich auch auf ihm niederlassen.
Wurzelfäule ist die schlechte Nachricht und die größere Gefahr. Achtet gut darauf, die Pflanze nicht zu übergießen, nicht im Wasser stehen oder zu lange trocken stehenzulassen (austrocknen begünstigt Wurzelschäden, diese faulen dann schneller).

Lichtbedürfnisse

In seiner Heimat wächst diese Pflanze auf dem Boden der Wälder, im Schatten und Halbschatten großer Bäume oder auf Ästen. Starke direkte Sonne solltet ihr aus diesem Grund vermeiden, die Blätter könnten verbrennen.
Helles, indirektes Licht wird wie für die meisten Philos empfohlen. Da müsst ihr ein bisschen probieren, was Schatten bei euch in der Wohnung bedeutet, ob ihr große oder eher kleine Fenster habt. Ich würde ihn an einen hellen Platz stellen.

Künstliches Licht – Ja oder Nein | Kunstlicht geht. Ich nutze Kunstlicht zur Unterstützung, sonst verkümmern mir meine Lieblinge, da ich wenig Sonnenlicht an den Fenstern habe. Hier findet ihr alles über meine Growlights: https://pflanzenmama.de/2020/07/01/bringen-pflanzen-growlights-wirklich-was

Licht ausmessen | Messen könnt ihr Licht mit einem Belichtungsmesser für Pflanzen (kostet 20 bis 30 €), diese werden Luxmeter genannt, ich habe diesen hier:

Vermehrung

Stecklinge können mit einer Luftwurzel aus dem Stamm geschnitten werden, das ist aufgrund der engen Abstände aber nicht so einfach. Bewurzeln lassen sollen sie sich dagegen leicht, in Wasser, Moos oder anderen Substraten.

Blüte

Er soll in der Wohnung selten blühen, aber es ist möglich. dazu muss die Pflanze ihr adultes Stadium erreichen. Die Blüte sieht aus wie die typische Blüte von vielen Philodendren. Die Hochblüte, genannt Spatha, ist grün und weiß, mit einigen violetten Akzenten. Der Blütenkolben, Spadix genannt, ist ebenfalls grün und weiß. Auf Google findet ihr viele Bilder der Blüte. Sie riecht nicht.

Gießen

Der Philodendron billietiae gilt als robust und toleriert kleinere Gießfehler. Er mag leicht feuchte Erde und eine hohe Luftfeuchtigkeit.
Feucht, nicht nass! In der Vitrine bleibt die Erde von sich aus lange gleichmäßig feucht, da die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist. Ohne sollte er nicht zu nass stehen.
Es wird bei Philodendren immer geraten, zu gießen, wenn der obere Bereich der Erde ausgetrocknet ist. Dies lässt sich gut erfühlen, wenn man den Finger in die Erde steckt. Diese Pflanze kann auch schon mal etwas austrocknen, aber ihr solltet sie auch auf keinen Fall übergießen oder lange zu feucht stellen, sonst droht im schlimmsten Fall die Wurzelfäule! Denkt daran, bei dieser Pflanze ein Substrat zu verwenden, dass das Wasser etwas speichert und Luft an die Wurzeln lässt.
Mehr dazu unter dem Punkt Erde!

Grundsätzliche Tipps:
Staunässe bitte unbedingt vermeiden. Ein Pflanztopf sollte deswegen immer Drainagelöcher haben, bitte nicht nur einen Übertopf verwende, diese dienen dekorativen Zwecken.
Wann genau ihr gießen müsst, hängt immer von der Pflanze und eurer Umgebung ab. Ihr müsst es für eure Pflanze selbst herausfinden, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist – das kann alles mögliche sein, von einmal alle 3 Wochen bis zu jeden Tag (falls ihr in einer sehr warmen Region lebt oder sehr, sehr viel Licht habt)! Keine Sorge, das lernt ihr schnell.
Einfach loslegen, Learning by doing!
Zur Überprüfung nutzte ich am Anfang bei Unsicherheit meinen Bodenfeuchtigkeitsmesser (Information dazu in den Produkttipps), da gieße ich, wenn Stufe 3 erreicht ist.

Beachtet dabei bitte, dass diese Messgeräte in sehr lockerem Substrat nicht zuverlässig funktionieren, da die Erde dafür nicht verdichtet genug ist.
Ein noch viel besseres Messgerät ist euer Finger! Ihr könnt die Fingerprobe machen, so 2,5 cm, also etwa bis zum 2. Fingerknöchel, sollte die Erde schon trocken sein. Bei sehr kleinen Töpfen könnt ihr auch mal hochheben und schauen, wie leicht oder schwer sich der Topf gerade anfühlt. Achtet auf ein passendes Substrat.
Wenn die Pflanze bei euch immer lange zu nass steht, solltet ihr sie vielleicht in eine andere, schneller trocknende, durchlässigere Erde umtopfen oder noch weniger gießen (aber besser nicht sofort nach Kauf, schaut mal hier die Tipps an). Trocknet eure Erde zu schnell aus, ist vielleicht ein Umtopfen angebracht oder eine Erde, die länger feucht bleibt und mehr Wasser speichert.

Erde und Substrat für den Philodendron billietiae

Der Philodendron billietiae gedeiht am besten in einem groben, lockeren, gut durchlässigem Substrat, das Sauerstoff an die Wurzeln lässt. In ähnlichen Substraten wie Orchideen. Die Erde darf auch mal etwas austrocknen, Staunässe trotzdem unbedingt vermeiden!

Eine gute Mischung für die Pflanze besteht aus Torfmoos, Perlite und Rindenmulch oder Kokosfaser.

Der pH-Wert für sollte im Bereich von 6,1 bis 7,3, liegen, also von leicht sauer bis neutral.

Unter dem Begriff Aroid-Mix oder Anthuriumerde findet ihr im Handel fertig gemischte Erde, die ihr gut verwenden könnt. Es kann auch ein fertiger Orchideen-Mix genutzt werden, genauso wie ein mineralischer Mix in einem Topf mit Selbstbewässerung.
Passt die Erde immer an eure individuellen Lichtverhältnisse, Räumlichkeiten und Gießgewohnheiten an.

Meine Bezugsquellen für Erde und Substrate aller Art findet ihr hier:
https://pflanzenmama.de/produkttipps-und-empfehlungen-fuer-pflanzenfreunde/

Dünger

Alle 2 Wochen in der Wachstumsphase (Frühling und Sommer) reicht aus, ihr könnt jeden handelsüblichen Dünger für Zimmerpflanzen verwenden (außer bei Hydrokultur, dann einen dafür geeigneten Dünger).
Der Philodendron billietiae profitiert am meisten von einem Dünger, der Stickstoff, Kalium und Phosphor enthält. Durch Zugabe eines Teelöffels Bittersalz (Epsom Salz) alle paar Monate wird zusätzliches Magnesium hinzugefügt. Es kann entweder in flüssigen Dünger aufgelöst oder beim Gießen hinzufügt werden.
Hab ich allerdings noch nie probiert. Benutzt von euch jemand dieses Bittersalz?

Im Winter soll in unseren Breiten wenig oder gar nicht gedüngt werden, da die Pflanzen durch den Lichtmangel langsamer wachsen und damit die Gefahr einer Überdüngung besteht.
Zusätzlich kann es hilfreich sein, die Erde mit einem Langzeitdünger zu versorgen, um die Nährstoffversorgung der Pflanze über einen längeren Zeitraum zu gewährleisten. Es ist jedoch wichtig, den Dünger sparsam zu verwenden und darauf zu achten, dass die Konzentration nicht zu hoch ist, da eine Überdüngung ebenfalls schädlich für die Pflanze sein kann.

Luftfeuchtigkeit und Temperatur

Luftfeuchtigkeit: Wie jede Pflanze aus den Regenwäldern liebt er natürlich feuchte Luft! Mit der Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen kommt diese Pflanze trotzdem ganz gut klar, er kann sich daran gewöhnen. Richtig wohlfühlt sie sich bei hoher Luftfeuchte, ideal ist eine Luftfeuchtigkeit von etwas mehr als 50 % und höher. Tropische Pflanzen gedeihen bei über 60 % Luftfeuchte am besten. Falls ihr sie verwöhnen möchtet: Eine Vitrine oder ein Gewächshaus schützt eure Wohnung bei hoher Luftfeuchtigkeit vor Schimmelbildung.
Die Blätter können besprüht und sollten regelmäßig von Staub befreit werden.

Tipps zu Luftfeuchtigkeit, messen und erhöhen:
Die Luftfeuchtigkeit lässt sich ganz einfach mit einem Hygrometer messen. Dieses kleine Gerät ist zwar nicht so genau – aber auch nicht teuer. Es macht bei vielen Pflanzen in vielen Räumen sogar Sinn, ein Set zu kaufen. Ihr findet es im Handel beim Pflanzenzubehör.
Wenn ihr wisst, wie hoch eure Luftfeuchtigkeit ist, wisst ihr auch, ob ihr einen Luftbefeuchter brauchen könnt. Ein Luftbefeuchter kann im Winter eine gute Hilfe sein und das Raumklima auch für uns verbessern. Prüft eure Räume, bevor ihr etwas kauft. Viele moderne gut isolierte Wohnungen leiden eher an zu viel Feuchtigkeit als an zu wenig.
Bei mir ist es umgekehrt, trotz Wäsche aufhängen in der Wohnung ist es bei uns mit dem Heizen im Winter schnell sehr trocken.
Mein Gerät (seit 07/2020 auf dem deutschen Markt) hab ich selbst gekauft, ich benutze es ab und zu in den Wintermonaten und hatte bisher damit keine Probleme.
Ich nutze es allerdings nur mit destilliertem Wasser und wenn die Luft zu trocken wird. Das klappt bei mir sehr gut, da wir alle Wäsche innen trocknen müssen und ich dadurch auch die LF hochhalte und kontrolliere. Mit unserem recht harten Leitungswasser und eingesetztem Filter hab ich leider gar keine gute Erfahrung gemacht, ich empfand den Dampf als unangenehm und kratzig im Hals, ähnlich wie in einem Salzraum in der Therme, zudem verschmutze der Befeuchter sehr schnell. Auch ein Filter brachte keine Abhilfe.
Wenn ihr weiches Wasser habt, ist es einen Versuch wert.

Temperatur:
Im Bereich von 18 bis 27 Grad.
Unter 15 Grad ist für diese tropische Pflanze kritisch, vermeidet dies am besten. Unter 12 Grad kann die Pflanze töten.
Wintertipps: Bei niedrigen Temperaturen wächst sie langsamer, dann solltet ihr weniger und seltener gießen und düngen! Das gilt für alle tropischen Pflanzen, sie vertragen fast alle keine Kälte.
Denkt bitte auch beim Kauf im Winter daran und packt sie gut ein für den Weg ins Auto oder bestellt mit zusätzlichem Heatpack! Stellt sie im Winter nicht in die Nähe eines offenen Fensters, wo es kalte Luftzüge gibt. Nicht direkt an eine Heizung oder in einen sonnigen Bereich, der sich stark aufheizt.

Bitte bedenkt bei all meinen Tipps: Die Bedürfnisse und Ansprüche einer Pflanze hängen von der individuellen Situation in eurem Zuhause ab. Wo sie steht, wie viel Licht sie da bekommt, in welchem Substrat sie wächst, eure Umgebungstemperatur, Bewegung der Luft im Raum, wie ihr lüftet. Bei mir ist es ganz schön dunkel und schattig, ich setze also auf wenig Wasser, sehr stark entwässernde Erde und zusätzliche Pflanzenlampen. Was meiner Pflanze gut tut, könnte eurer in einer anderen Umgebung schaden. Beobachtet eure Pflanze, lernt sie kennen und verstehen, denkt an ihre Bedürfnisse und bewertet die Situation selbst.

Troubleshooting und Tipps: Probleme erkennen und lösen

Gelbe Blätter können viele verschiedene Ursachen haben, auf jeden Fall weisen sie auf ein Problem hin, dem man schnell seine Aufmerksamkeit schenken sollte. Prüft die Erde (zu trocken oder zu nass?), Wurzeln, Licht und ob Schädlinge auf der Pflanze hocken. Hier habe ich noch einige Hinweise gesammelt:

  • Bräunlich verbrannte oder gelbe Blätter: zu viel direktes Sonnenlicht kann die Ursache sein
  • Kein oder nur langsames Wachstum: zu wenig Licht
  • Weissliche, herabhängende Blätter: möglicher Kälteschock, falls die Temperatur unter 12 Grad gefallen ist
  • Verschrumpelte Blätter: zu wenig Wasser
  • Gelbe, traurig und schlapp herunter hängende Blätter: zu viel gegossen!
  • Einrollende Blattspitzen: Überdüngung oder zu niedrige Luftfeuchtigkeit. Lösung: überschüssigen Dünger ausspülen. Luftfeuchtigkeit erhöhen.
  • V-förmige Flecken und gelbe, welke Blätter sind ein Zeichen für einen Magnesiummangel. Lösungstipp: Blätter mit Bittersalz, das in destilliertem Wasser aufgelöst wurde, besprühen. Danach einen Teelöffel Bittersalz ins Giesswasser geben.

Produkttipps

All meine Empfehlungen für Pflanzenpflege Produkte findet ihr hier:
https://pflanzenmama.de/produkttipps-und-empfehlungen-fuer-pflanzenfreunde/

Habt ihr einen Philodendron billietiae? Wie macht er sich so? Habt ihr Tipps für mich?
Lasst mir doch einen Kommentar da! In meinem Instagram Account findet ihr Bilder meiner kleinen Pflanzensammlung.
Schaut doch auch gerne mal da vorbei, neue Pflanzenfreunde und Pflanzenfreundinnen, die Lust auf Austausch haben, sind immer ganz herzlich willkommen!

Disclaimer: Alle Angaben sind ohne Gewähr. Dieser Blog ist nur ein Hobby. Ich bin weder Botanikerin noch Biologin. Ich bin nicht wissenschaftlich ausgebildet. Nicht alles, was ich schreibe, wird daher stimmen. Ich schreibe umgangssprachlich. Vieles beim Thema Zimmerpflanzen hängt von der eigenen häuslichen Umgebung ab. Es gibt teilweise wenig verlässliche Quellen als Grundlage für meine Recherchen – selbst in meinen Fachbüchern zum Thema Pflanzen finden sich Fehler oder unterschiedliche Ansichten. Ich verlasse mich auf eigene Erfahrung und die Berichte anderer. Wenn ihr einen Fehler findet, seht es mir bitte nach. Sehr gerne dürft ihr mich darauf hinweisen und korrigieren. Ich freue mich immer über neue Informationen und einen regen Austausch.

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