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Bringen Pflanzen Growlights wirklich was?

Meine Growlights für Zimmerpflanzen im Langzeittest

Messt die Lichtintensität lieber aus – auch unter Kunstlicht können Pflanzen sich verbrennen. Manche Pflanzen haben einen sehr hohen Lichtbedarf, andere einen kleinen.

Wenn ihr einen fachlich fundierten Vergleich und exakte Messdaten und Zahlen erwartet, muss ich euch direkt enttäuschen.
Hier geht es einfach um meine ersten Erfahrungen und Gehversuche mit LED Pflanzenlampen. Sehr Basic. Nur das Wichtigste. Kein Fachsimpeln. Ich finde das Thema für frische Pflanzeneltern ganz schön komplex – ich bin weder Biologin noch Botanikerin, hier gibt es also Laienwissen für Anfänger – wie mich! Ich möchte meine Pflanzen beim Wachstum in der Wohnung unterstützen und vermeiden, das meine kleinen Schätze krumm und schief wachsen, verzweifelt Richtung Fenster kriechen oder, worst case, ganz eingehen. Bei mir ist es nämlich einfach ziemlich dunkel. Und das ist keine Untertreibung.
Mit der Zeit werde ich mich tiefer in die Materie eintauchen und mehr technischen Aspekte einarbeiten (ich gebe zu, es ist schon sehr faszinierend und Biologie war immer eins meiner Lieblingsfächer). Ich zeige euch zunächst, was ich im Augenblick nutze und schon dabei gelernt habe.
Falls ihr auf meine Erfahrungen neugierig seid – lest weiter!

Meine Wohnung muss wohl eine der dunkelsten in Deutschland sein.

Sogar Schnittblumen finden diese Zustände unzumutbar und segnen vorzeitig das Zeitliche. Jahrelang dachte ich, ich habe den schwarzen Daumen, weil alle Pflanzen gestorben sind. Pflanzen leben bei mir nur direkt auf der Fensterbank und selbst dort lehnen sie sich gegen die Scheibe. Lustigerweise haben das alle Nachbarn auch herausgefunden, nebenan lebt noch eine Monstera am Fensterglas. Neben kleinen Fenstern verdecken noch große Häuser und Bäume die freie Sicht zum Himmel. Regnet es – wird es dunkel und wir müssen die Lichter anmachen, um etwas zu sehen. Nach 2 Wochen Sommerregen entdeckte ich zusehends Probleme bei all meinen Pflanzen. Schnell musste eine Lösung her, denn aufgeben ist keine Option!

Und im Winter? Katastrophe!

Einen Winter haben meine Pflanzen noch nicht erlebt, aber mir ist jetzt schon klar – ohne Kunstlicht geht es hier ganz sicher nicht.

Also bestelle ich mir doch einfach welche, oder?

Leichter gesagt, als getan. Offenbar gibt es hier noch eine große Marktlücke. Während es in anderen Ländern passende Produkte gibt, sind die hier angebotenen nicht nur viel zu teuer, sondern auch zu schwach. Ich hab wirklich lange gesucht, bis ich Produkte gefunden habe, die mein Problem lösen.

Mit den technischen Daten kenne ich mich noch zu wenig aus, um euch diese zu erklären. Daher werde ich hier nicht so in die Tiefe gehen. Dazu schreibe ich einen eigenen Artikel! Vermutlich wollt ihr es auf die Schnelle auch nicht so genau wissen, oder? Außer ihr baut Tomaten oder Hanf an, dann braucht ihr aber ohnehin eine viel professionellere Lösung als ein paar Lampen für grüne Zimmerpflanzen.

Damit das Licht auch ausreicht, muss die Pflanze nah an die Lichtquelle gestellt werden – aber nicht zu nah, sonst drohen Verbrennungen!

Kurz und knapp: Für jeden Meter, den man sich von einer Lichtquelle entfernt, halbiert sich die Menge an Licht. Einfach gesagt: es wird verdammt schnell wieder dunkel. In meinem Fall heisst das, 1 Meter vom Fenster weg kann keine Pflanze mehr langfristig glücklich werden.

Bisher habe ich verschiedene Lösungen und Beschaffungsquellen entdeckt: Pflanzen-Lampen oder Pflanzen-Lichtleiste von Ikea, Lampen für Fassungen über Amazon oder Baumärkte, Neonröhren über Baumärkte oder Aquaristik und Terrarien Bedarf, LED-Lichtleisten und diverse LED-Lampen.

Da meine Philodendron als Waldbewohner nicht so lichthungrig sind, sind meine Ansprüche nicht zu hoch.

Mein Pflanzenlicht: eine einschaubbare LED-E27-Birne

Mein Pflanzenlicht: eine einschraubbare LED-E27-Birne

Wichtig war mir:

  • Bitte kein “Pufflicht” (Typisches Pflanzenlicht in pink-rot-blau).
  • Nicht zu teuer im Unterhalt
  • Flexibel einsetzbar (leicht umzuhängen oder abzubauen)
  • Optisch ansprechend und passend zur Inneneinrichtung.
  • Austauschbar bei Defekt

Momentan teste ich 2 verschiedene Lösungen, 2 LED E27 Birnen beleuchten meine Fensterbänke und meine Monstera Deliciosa, ein 3-armiger LED-Strahler mit Halteclip hilft meinem Florida Ghost durch seine Thripse-Quarantäne in der dunklen Küchennische.

Um diese beiden Produkte handelt es sich:

Genaue Produktdaten fehlen bei der Lampe aus China (ja, beide sind Made in China), die Lampen von Sansi bieten auf ihrer Website ein Datenblatt. Die von SANSI bietet 1830 Lumen und 4200 k, eine Lebensdauer von etwa 2-3 Jahren. Inzwischen nutze ich 2 von den Sansis mit 24 W und eine mit 36 W und 4400 K und bin wirklich zufrieden. Bei der anderen Lampe weiß ich es nicht so genau, da ein Datenblatt fehlt. Die Lampen haben A+ als Energieeffizienzklasse. Ok. Das geht noch.

Alle 3 haben ein angenehmes, warmes Licht und werden nicht zu warm, zudem sind sie für den Anfang noch erschwinglich mit einem Stückpreis von um die 25-35 Euro. Die Lampe von SANSI ist sehr hell und leuchtet den ganzen Bereich um den Fenstersims herum aus. Mein Ficus Tineke und der Ghost stehen direkt darunter. Arg weit weg davon sollten die Pflanzen aber nicht stehen.

Für die einschraubbaren Birnen habe ich mir geeignete Lampenschirme besorgt, die für Pflanzenlichter geeignet sind und eine gute Belüftung bieten. So kann sich die Lampe nicht zu stark erhitzen. Das ist wichtig und wird auch vom Hersteller betont. Erhitzung oder Überhitzung verkürzt die Lebensdauer einer LED!
Momentan gefällt mir die Lösung mit den Sansi Birnen wirklich gut, die andere Lampe eignet sich gut für kleine Anzuchten oder das Ausleuchten einer einzelnen Pflanze. So konnte ich einige winzige Thripse-Larven entdecken und das Wachstum der Pflanze wurde gefördert (meins Florida Ghost ist um einiges lichthungriger als erwartet).

Die Installation war supereinfach und ging schnell, ich hab als Aufhängung die stabile Vorhangstange und ein Regal zum anklemmen benutzt, Licht an – fertig!

Weiterempfehlen kann ich euch definitiv von beiden die SANSI, das Licht scheint mir für meine Zwecke heller, angenehmer und flexibler im Einsatz. Es kommt echtem Sonnenlicht tatsächlich sehr nahe und wir freuen uns am hellen Fensterbereich an dunklen Tagen.

Ich messe das Licht grob mit der Handyapp “Luxmeter” (es gibt noch einige mehr) aus, was gut klappt. Exakter geht es mit einem solchen Gerät, mehr Varianten und Links findet ihr in den Produkttips:

Es gibt für mich noch soviel widersprüchliche Informationen zum Thema und eine professionelle Lösung wie für den Anbau von Nutzpflanzen oder das Aufziehen von Jungpflanzen ist es sicher nicht.

Achtet auf einen ausreichenden Mindestabstand von eurer Pflanze, um ein Verbrennen der Blätter zu vermeiden. Empfohlen werden bei LEDs mindestens 30 cm. Seid besonders vorsichtig bei Pflanzen mit empfindlichen Blättern, die auch nicht einmal kurz in die Sonne dürften.

Meine Lampenschirme:

Aber wisst ihr was? Es funktioniert tatsächlich!

Und das sonnig wirkende Licht verbreitet auch noch gute Laune in unserer dunklen Wohnung.
Einige meiner Pflanzen ignorieren das Kunstlicht etwas, andere haben sich sofort danach neu ausgerichtet. Die Pilea depressa richtet sich zum Beispiel weiterhin am liebsten zum Tageslicht hin aus, die Pilea Glauca nahm sofort dankbar das Sansi Licht an. Es eignet sich also nicht für jede Pflanze gleich gut. Meine Philodendren scheint es jedoch glücklich zu machen, sie wachsen kräftig und gesund.

Die Lebensdauer der Lampen könnte bei etwa 2-5 Jahren liegen. Ich bin gespannt, wie sich die Lampen im Dauertest und vor allem im Winter bewähren, dann werde ich zusätzlich mit Zeitschaltuhren arbeiten. Während ich langsam immer mehr dazu lerne, werde ich immer wieder neue Informationen einpflegen und sammeln. Ich halte euch auf dem Laufenden!

Bringen Pflanzen Growlights also nun wirklich was?

Inzwischen habe ich 4 Growlights im Betrieb, 3 davon im Wohnzimmer und die Antwort lautet Ja, definitiv!
Sonst hätte ich jetzt im Winter sicher keine Pflanze mehr, Licht ist hier nämlich wochenweise nicht mehr vorhanden bzw. besteht schon direkt am Fenster Vollschatten.
Sie müssen aber hell genug sein bzw. nah genug an den Pflanzen sein. Sie müssen zu den individuellen Bedürfnissen der Pflanzen passen. Es gibt viele Wege, dies umzusetzen, entweder mit passenden Lampen aus dem Baumarkt oder Möbelhaus oder speziellen Pflanzenlampen, die jedoch deutlich teurer sind.
Der Markt ist voll von Lampen, sodass man sich auf Empfehlungen oder eigenes Ausprobieren verlassen muss. Die Lampen, die als Pflanzenlampen in den Gartenzentren verkauft werden, sind jedenfalls deutlich schwächer in der Leistung als meine und kosten das dreifache. Es kommt aber auch auf die richtige Wellenlänge an. Das kann ich als Laie leider nur am Wachstum der Pflanzen selbst beurteilen, mir fehlt hier ehrlichg gesagt, das Wissen.
Mein Ficus Tineke schiebt endlich ein neues Blatt, was ich auf das neue Growlight zurückführe. In Zukunft werde ich mich auch mal bei den Aufzuchtslampen im Anbaubereich von Hanf umsehen. Dort sind die Ansprüche viel höher, aber dafür gibt es auch mehr Informationen.

Nutzt ihr schon Growlights oder eine Pflanzen-Lampe? Welche Lösungen oder DIY Ideen habt ihr umgesetzt? Habt ihr ein Mini-Gewächshaus oder sogar eine Vitrine für eure botanischen Schätze? Erzählt es mir in den Kommentaren!


Weitere Produkttips findet ihr unter diesem Link.
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Bitte beachtet: alle Angaben sind ohne Gewähr. Dieser Blog ist “nur” mein Hobby. Ich bin weder Botanikerin, noch Biologin. Ich bin nicht wissenschaftlich ausgebildet. Nicht alles, was ich schreibe, kann zu 100 % korrekt sein. Ich schreibe hier ganz bewusst flapsig und umgangssprachlich, weil ich mir den Spaß am Bloggen über mein Hobby durch zu viel Wertlegung auf Korrektheit und Fachsimpelei nicht verderben will. Vieles beim Thema Pflanzen hängt einfach von der eigenen häuslichen Umgebung ab. Es gibt wenig verlässliche Informationsquellen als Grundlage – selbst in meinen Fachbüchern zum Thema Pflanzen finden sich Fehler oder unterschiedliche Ansichten. Ich verlasse mich also auf eigene Erfahrung und die Berichte anderer. Wenn ihr einen Fehler findet, seht es mir bitte nach. Sehr gerne dürft ihr mich darauf hinweisen und mich korrigieren. Ich freue mich, gerade als Newbie, immer über neue Informationen und regen Austausch!

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